Presse
Mit freundlicher Genehmigung durch den Gäuboten und der Kreiszeitung
| Gäubote 09.05.2011 Der Hexenwagen ist nun doppelt so groß Nufringen: Narrenzunft freut sich über steigende Mitgliederzahlen Steigende Mitgliedszahlen verzeichnete die erste Narrenzunft Nufringen auf ihrer Jahreshauptversammlung. Neu gewählt wurde das Amt des Beisitzers. Ihre erste Jahresversammlung hielt die Narrenzunft ab, die sich erst im vergangenen Jahr gründete. 31 Mitglieder umfasst sie. Neu dazugekommen sind sieben Interessierte, die nun zur Gruppe der Schönbuchhexa gehören. Tragen dürfen die Neuen jetzt das gelb-rote Häs, es sind die Wappenfarben Nufringens. Eine gelbe Schürze mit dem Gemeindewappen und rote Bluse stechen als markanteste Blickpunkte bei diesem Kostüm hervor. Ein schwarzer Rock, unter dem eine kecke, weiße Pluder unterhose hervorblitzt, sowie gelb-rot gestreifte Ringelsocken vervollständigen das Häs. Auch eine geschnitzte Hexenmaske trägt die Nufringer Zunft. Doch vor der Aufnahme stand die Taufe an. Eimerweise wurden die männlichen wie weiblichen Junghexen mit Sägemehl überschüttet. Dieses Ritual, verbunden mit einem dreifachen "Hex, hex, Schönbuchhex", übernahmen die Mitglieder. Wobei viele von ihnen der jungen Generation angehören. Das jüngste, aktive Mitglied sei 16 Jahre alt und das älteste aktive 30 Jahre, berichtete der Vorsitzende Daniel Scivoli. Diese "junge" Zunft ist gefragt. Auch für 2012 gebe es sieben Anfragen zur Mitgliedschaft, meinte Schriftführerin Sabrina Rieß. Neu besetzt werden musste das Amt des Beisitzers. Bislang hatte Florian Seibt den Posten inne. Er stellte sich zur Wiederwahl, um erneut für zwei Jahre die Posi tion zu übernehmen. Aus den Reihen der Mitglieder wurden außerdem Desiree Graf und Vanessa Schwarz als Beisitzerinnen vorgeschlagen. Alle drei stellten sich zur Wahl, die Schwarz gewann. In drei Jahren steht die Wahl des Vorsitzenden an und in zwei Jahren die des Stellvertreters. Letzteren Posten übernimmt bis dahin Mathias Krauß. An 27 Veranstaltungen beteiligt Dass die Zunft ein turbulentes Jahr hinter sich hatte, machte der Berichte der Schriftführerin deutlich. Allein an 27 Veranstaltungen, ausgenommen waren Fasnachts- Umzüge, beteiligte sich die Zunft. Das Gemeinschaftliche war, was alle begeisterte. Dazu gehörten ein Sommerfest und die Walpurgisnacht, die man zusammen mit der Altinger Zunft feierte. Mitgemacht hat die Nufringer Zunft außerdem beim Rathaussturm in Gärtringen, der Hexenverbrennung in Deckenpfronn und einer Hexenaktion in Herrenberg. Wie viel Spaß dieses Zusammensein machte, demonstrierte auch die Diashow. Ausgelassene Stimmung, fröhliche Gesichter und manche Tollheit wie das Erklettern einer Verkehrsampel spiegelten den Spaß wider. "Im Gäu sind wir bekannt", erklärte Scivoli in seinem Jahresrückblick. Dazu beigetragen hatten die Fasnachts-Umzüge in Gärtringen, Rexingen und Hochdorf. Außerdem wurde im Herbst der Hexen wagen umgebaut, der sich nun in der Größe fast verdoppelte. Zum ersten Mal nahm die Zunft am Weihnachtsmarkt teil und präsentierte sich dort mit einem Hexenstand. "Wir hatten eine Menge Veranstaltungen", so das Fazit Scivolis. Dass es genauso weitergeht, wünscht er sich und dass die Mitglieder künftig ebenso engagiert mitmachen. -gti- Anmerkung zur Richtigkeit durch die 1. Narrenzunft Nufringen e.V. - Es fand die zweite Jahreshauptversammlung statt. Das Gründungsjahr ist das Jahr 2009. - Die 1. Narrenzunft Nufringen e.V. war nicht in Altingen sondern in Aidlingen bei der Walpurgisnacht zu Gast. - Die 1. Narrenzunft war beim Rathaussturm in Gärtringen nicht am Programm beteiligt, sondern nur als Gast. - Altersangaben sowie Angaben zum Häs sind teilweise nicht korrekt. |
| Gäubote 04.05.2011 Mai-Rock in ungewöhnlichem Ambiente ![]() Nufringen - Wo sonst Holz, Sägen und Nägel den Alltag bestimmen, wurde zum zweiten Mal der "Rock in den Mai" gefeiert: Bei fetzigem Cover-Rock von "The Treats" schwangen die Gäste in der Nufringer Zimmerei Brodbeck das Tanzbein. In diesem Jahr kooperierte die Zimmerei erstmals mit der Narrenzunft Nufringen. "Ich hatte mich sehr gefreut, als Zimmerei-Chef Horst Brodbeck, Freund der Narrenzunft und Unterstützer, mich auf die Zusammenarbeit angesprochen hatte", sagte Daniel Scivoli, der Vorsitzende der Narrenzunft. "The Treats" unterhielten mit zwei stimmgewaltigen Frontsängerinnen die Gäste mit Musik aus den 1970ern bis heute, eine Mischung aus kraftvollen Rockstücken und frechen Popsongs. Die Stimmung bei den eher Ü-30-Gästen war ausgelassen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr kamen deutlich mehr Besucher (rund 300). Die Organisatoren wollen den Rock auch 2012 fortsetzen. GB-Foto: gb Nufringen - Wo sonst Holz, Sägen und Nägel den Alltag bestimmen, wurde zum zweiten Mal der "Rock in den Mai" gefeiert: Bei fetzigem Cover-Rock von "The Treats" schwangen die Gäste in der Nufringer Zimmerei Brodbeck das Tanzbein. In diesem Jahr kooperierte die Zimmerei erstmals mit der Narrenzunft Nufringen. "Ich hatte mich sehr gefreut, als Zimmerei-Chef Horst Brodbeck, Freund der Narrenzunft und Unterstützer, mich auf die Zusammenarbeit angesprochen hatte", sagte Daniel Scivoli, der Vorsitzende der Narrenzunft. "The Treats" unterhielten mit zwei stimmgewaltigen Frontsängerinnen die Gäste mit Musik aus den 1970ern bis heute, eine Mischung aus kraftvollen Rockstücken und frechen Popsongs. Die Stimmung bei den eher Ü-30-Gästen war ausgelassen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr kamen deutlich mehr Besucher (rund 300). Die Organisatoren wollen den Rock auch 2012 fortsetzen. GB-Foto: gb |
| Gäubote 28.03.2011 "Eine Dose, eine Mütze und einen Kamm" Nufringen: Bei der Markungsputzte findet sich Müll in rauen Mengen und viele Bürger sind im Einsatz Samstagvormittag - und sie schwärmen aus: Markungsputzte, dazu hatte Nufringen in dieser Woche aufgerufen, und die Nufringer, rafften zur Frühstückszeit die Müllsäcke an sich und machten sich daran, die Auen rund um Nufringen vom achtlos fortgeworfenen Dreck zu befreien. Thomas Morawitzky Der wird von Jahr zu Jahr nicht weniger, besteht aber immer aus den gleichen Grundzutaten: Flaschen, Dosen, Zigarettenkippen und Zigarettenpackungen, sowie, nicht zu unterschätzen, Verpackungen der beiden großen Fast-Food-Lieferanten, die man in der nahen Stadt oder auf der nahen Autobahn findet. Der Dreck derweil liegt dann mitunter direkt vor der heimischen Haustür. Treffpunkt zum Saubermachen war die Wiesengrundhalle - dort sollte das Putzabenteuer auch enden, mit einer feinen Roten Wurst für alle zur Mittagszeit. Kurz nach Treffzeit sah man unzählige Nufringer mit Säcken und Zangen sammelnd in alle Richtungen ausschwärmen, entlang der Bundsstraße, die den Ort schneidet. Viele Kinder vor allem: Celina Tell, 9, Nelly Schmid, 8, und David Hanselmann, 6, waren dabei beim Trupp, der sich aufmachte in Richtung des nahen Schönbuchs. Nelly sammelte sogar schon zum vierten Mal bei einer Nufringer Putzete, David war zum allerersten Mal mit dabei. Und was sie fanden, auf den wenigen Metern seit dem Start schon? "Eine Dose, eine Mütze, einen Kamm!" Stolze Fundstücke, die schon lange keiner mehr haben will. Fleißige Narren Ebenfalls um den Bereich entlang der B 14 kümmerte sich die Narrenzunft Nufringen, ein junger Verein, der schon im vergangenen Jahr mitputzte - dieses Mal waren sieben Narren mit dabei, die in etwas mehr als einer Stunde ein halbes Dutzend Müllsäcke füllten. "Es gab keine zehn Meter, auf denen nichts lag", berichtet Max Brodbeck, Mitglied im Narrenausschuss. "Das, was die Leute halt so aus dem Fenster schmeißen" - wobei die stärkere Verschmutzung in Fahrtrichtung Herrenberg vorlag. Mit einer ganz bescheidenen Ausbeute an Müll dagegen kehrte die Gruppe zurück, der sich Heidi Binder vom HHC angeschlossen hatte - eine vereinsgemischte Gruppe, mit Konfirmanden, zwei Jugend lichen, drei kleinen Kindern und drei Erwachsenen. Sie durchsuchten das Schuppengebiet Hungergraben/Hartheimer Weg - es liegt weitab der Straßen, nur ein Bolzplatz findet sich in der Nähe, weshalb auch viele Plastikflaschen im Müllsack landeten. Auch ein Backblech zogen die Sammler aus den Büschen. Sonst jedoch: "Nicht so wahnsinnig viel", wie Heidi Binder berichtet. Zweieinhalb Stunden war die Gruppe unterwegs, nur einen halben Sack füllte sie - und dies dann doch zumeist mit Zigarettenkippen. Die gibt es überall zu finden. In rauen Mengen. |
Kreiszeitung 07.02.2011 ![]() |
Gäubote 24.08.2010
Nufringen: Narrenzunft zieht eine positive Bilanz ihrer ersten "Kampagne" 
Jung ist sie, die "1. Narrenzunft Nufringen". Nicht nur, weil der Verein erst im März 2009 gegründet wurde, sondern auch was das Alter der Vereinsmitglieder anbelangt. Zwischen 18 und 30 Jahre alt sind die aktiven Mitglieder. Als "Schönbuch Hexa" waren sie in diesem Jahr zum ersten Mal bei der Fasnet unterwegs. Durchweg positiv waren die Erfahrungen, die sie während ihrer ersten Saison sammeln konnten.
Sabine Haarer
Fasnetserfahren und sechs Mann stark war die Gruppe, die sich vor knapp zwei Jahren auf die Suche nach einem neuen Fasnetsverein machte. "Mit so vielen Leuten ist es echt schwer, irgendwo anders unterzukommen", mussten Daniel Scivoli und Sabrina Rieß feststellen. Da man trotzdem weiterhin närrisch unterwegs sein wollte, gründete die Gruppe kurzerhand einen eigenen Verein - die "1. Narrenzunft Nufringen". Mit Mathias Krauß konnte man nicht nur das für die Vereinsgründung nötige siebte Mitglied gewinnen, der Fasnetsneuling übernahm auch gleich das Amt des zweiten Vorsitzenden. Daniel Scivoli wurde zum Vorsitzenden und damit zum Zunftmeister, Sabrina Rieß zur Schriftführerin gewählt. Seit dem 13. März 2009 ist die Nufringer Zunft im Vereinsregister eingetragen, in den Monaten darauf wurde fleißig auf die erste Fasnetssaison hingearbeitet.
"Wir haben uns bei den anderen Fasnetsvereinen mit einem Schreiben vorgestellt", erzählt Daniel Scivoli von den ersten Aktivitäten des Vereins. Viele Einladungen folgten dem Infobrief, 32 Auftritte haben die Nufringer Narren in ihrer ersten Saison, "Kampagne" genannt, absolviert. Brauchtumsabende und Umzüge wurden besucht, zwölf Hexen stark war die Gruppe bei ihren Auftritten. Inzwischen ist der Verein weiter gewachsen, neben zehn passiven zählen 16 aktive Mitglieder dazu. Sie treten als "Schönbuch Hexa" auf, die Maske wird von einem Maskenschnitzer aus Freiburg gefertigt, ihr Häs lassen die Nufringer von einer Schneiderin in Kuppingen nähen. Verkleidung und Vereinsgründung gleichermaßen, die Nufringer haben nur positive Rückmeldungen bekommen. "Wir sind wirklich gut aufgenommen worden", freuen sich die drei Vertreter der Vorstandschaft. Das gelte für die anderen Narrenvereine ebenso wie für die Nufringer Vereinsgemeinschaft. Viel Unterstützung bekam der Verein auch von der Gemeinde Nufringen, speziell von Bürgermeisterin Ulrike Binninger. "Wir haben aber auch von Anfang an mit offenen Karten gespielt", sagen die Narren. Bereits vor der Gründung habe man die Pläne öffentlich gemacht. Daniel Scivoli, Sabrina Rieß und Mathias Krauß sehen einen weiteren Grund für die positiven Rückmeldungen: "Wir bringen uns aktiv ins Gemeindeleben ein." Bei der Markungsputzete waren die Narren dabei, im Rahmen des Sommerferienprogramms bietet der Verein einen Ausflug in die Wilhelma an, und am diesjährigen Weihnachtsmarkt will man einen Stand aufbauen.
Regelmäßiges Tanztraining
Auch auf der närrischen Seite haben die Nufringer Neues geplant: "Für die nächste Kampagne studieren wir einen Hexentanz ein." Dafür wird sich die Gruppe einmal im Monat zum Tanztraining treffen. Eigene Veranstaltungen hingegen sind noch nicht geplant. "Jetzt lernen wir erst einmal krabbeln, bevor wir mit Laufen anfangen", zieht Mathias Krauß einen Vergleich. Daran, einen Narrenbaum aufzustellen oder einen Fasnetsumzug zu organisieren, denke noch keiner. Ebenso sollen Häsabstauben und Narrentaufe weiterhin intern ablaufen. Denn auch so habe man bereits genügend öffentliche Auftritte und Termine: Hocketse-Besuche bei befreundeten Narrenvereinen, die Walpurgisnacht, das vereinseigene Grillfest und der monatlich stattfindende Narren-Stammtisch in Nufringen füllen den Terminkalender. Trotz oder gerade aufgrund der Fülle eher Vergnügen als Last und so fällt die Bilanz der Nufringer Narrenzunft nach der ersten Kampagne durchweg positiv aus: "Wir würden das jederzeit wieder machen."
Mehr Informationen und die Termine für die Stammtisch-Treffen der 1. Narrenzunft Nufringen sind auf der Homepage des Vereins unter www.erste-narrenzunft-nufringen.de zu finden.
Gäubote 16.07.2010
Flughafen, Wilhelma, Landestheater
Nufringen: Ferienprogramm bietet viele Veranstaltungen
Für Nufringer Kinder ist in den Sommerferien wieder ein buntes Programm zusammengestellt worden. Von einem Besuch in der Kleintierzuchtanlage über einen Besuch des Stuttgarter Flughafens bis hin zu einem Tag im Wald: Für jeden ist etwas dabei.
Verena Bayer
Das Nufringer Sommerferienprogramm bietet Unterhaltung für große und kleine Kinder von Donnerstag, 29. Juli, bis Samstag, 11. September. Ein Besuch im Streichelzoo der Kleintierzuchtanlage eröffnet das Sommerferienprogramm. Die Veranstaltung ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Weiter geht es mit einem von insgesamt vier Vorlesevormittagen mit kleiner Bastelstunde am Dienstag, 3. August. Hier können Kinder von fünf bis sechs Jahren zuerst Geschichten von Piraten oder Geistern lauschen. Danach wird noch etwas gebastelt, wobei an allen vier Terminen etwas anderes gebastelt wird. Die weiteren Termine der Vorlesevormittage mit kleiner Bastelstunde sind Donnerstag, 5. August, Montag, 6. September, und Mittwoch, 8. September. Jeweils von 10 bis 12.30 Uhr wird im Bahnhofsgebäude den Geschichten gelauscht und fleißig gebastelt. Sportlich wird es am Mittwoch, 4. August. Hier können sich Sechs- bis Neunjährige auf dem Tennisplatz Nufringen von 14 bis 17 Uhr austoben, sei es mit oder ohne Tennisschläger und Ball. Wer nach so viel Sport Hunger auf selbst gebackenes Brot hat, kann den Hunger beim Backen im Backhaus mit den Nufringer Landfrauen stillen. Am Donnerstag, 5. August, wird das Brot wie zu Großmutters Zeiten selbst gebacken. Einen Ausflug ins Landestheater Tübingen gibt es am Mittwoch, 11. August. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln geht es nach Tübingen, wo das Stück "Meisterdetektive" für Kinder ab acht Jahren gezeigt wird. Ein Nachmittag bei der Nufringer Feuerwehr darf natürlich auch nicht fehlen. Am Mittwoch, 18. August, hat die Feuerwehr Nufringen für Kinder ab fünf Jahren ein Programm zusammengestellt, eine Fahrt mit dem Feuerwehrauto wird auch angeboten.
Die Narrenzunft Nufringen bietet einen Ausflug in die Stuttgarter Wilhelma an. Am Samstag, 21. August, können Acht- bis 14-Jährige einen ganzen Tag in der Welt der Tiere und Pflanzen in der Wilhelma verbringen. Am selben Tag fährt auch der Musikverein Nufringen nach Stuttgart, allerdings zum Stuttgarter Flughafen. Hier wird gezeigt, was hinter den Kulissen am Stuttgarter Flughafen passiert. Eine zweite Führung durch den Stuttgarter Flughafen findet am Mittwoch, 8. September, statt.
Für kleine Bastler wird es am Montag, 23. August, interessant. Im Bahnhofsgebäude werden von 9.30 bis 13.30 Uhr Fotorahmen mit Mosaiksteinchen verziert, von 13.30 bis 16 Uhr werden je eine runde und eine quadratische Geschenkdose verziert.
Abenteurer und Spurenleser kommen am Freitag, 3. September, auf ihre Kosten. Zusammen mit dem CVJM Nufringen werden im Wald Spuren gelesen und Pfade gefunden. Die eine Fährtenlesergruppe ist für Kinder von sechs bis neun Jahren, die andere für Zehn- bis Zwölfjährige. Den Abschluss des Sommerferienprogrammes bildet das Sportschießen bei der Gäusportschützengesellschaft Herrenberg-Nufringen am Samstag, 11. September. Von 10 bis 14.30 Uhr können Zehn- bis Zwölfjährige ihre Treffsicherheit austesten.
Bis Dienstag, 20. Juli, müssen alle Anmeldungen abgegeben werden. Das vollständige Sommerferienprogramm der Gemeinde Nufringen sowie Anmeldeformulare gibt es unter www.nufringen.de
Gäubote 19.04.2010
Hexen sehen in die Zukunft
Nufringen: Die noch junge Narrenzunft zieht erste Jahresbilanz
Auch Nufringen will einen Narrenclub haben, der führt sogar das Wappen der Gemeinde im Schilde und ist stolz auf seine Farben. Gegründet erst vor einem Jahr, unternahm die Narrenzunft Nufringen beim diesjährigen Fasching ihre ersten Gehversuche. Bei ihrer Hauptversammlung im Bahnhof blickten die Mitglieder auf ihre bisherige kurze Karriere zurück.
Thomas Morawitzky
Gegründet wurde die Narrenzunft Nufringen am 13. März 2009. Damit war 2010 die erste Saison, an der die Zunft beteiligt war. Die sieben Gründungsmitglieder bilden heute den Vorstand des längst schon als gemeinnützig anerkannten Vereins: Daniel Scivoli ist der erste Vorsitzende, Mathias Krauß der zweite, Marie Stroh besorgte die Kasse, musste sich jedoch aus beruflichen Gründen zurückziehen und ließ sich bei der Versammlung vertreten. Sabrina Rieß ist Schriftführerin, Andy Ginter, Florian Seibt und Rebecca Höger fungieren als Beisitzer, Letztere stellte ihr Amt in diesem Jahr wieder zur Wahl. Die Kasse des Vereins wird nun von Meike Neumann besorgt, zum dritten Beisitzer wurde Maximilian Brodbeck ernannt.
Einer der ersten Schritte der jungen Zunft bestand darin, sich der Anerkennung der Nufringer Vereine und der Nufringer Gemeinde zu versichern. Den Segen der Arbeitsgemeinschaft der örtlichen Vereine haben sie, ebenso wie den der Kommune: Die Narrenzunft darf mit Einwilligung der Bürgermeisterin Ulrike Binninger das Gemeindewappen verwenden und ist stolz darauf, die Nufringer Farben zu tragen.
Die Nufringer Narrenzunft zählt mittlerweile 22 Mitglieder, 13 von ihnen tragen Masken. Die Nufringer Maske ist die der Schönbuchhexen. Von einem Maskenschnitzer aus dem Freiburger Raum ließen sich diese Hexen ihre Gesichter schnitzen, die textile Verkleidung wurde von einer Schneiderin aus den Vereinsreihen besorgt. Der Umsatz des Vereins lag, mit den Mitteln für Maske und Kostüm und den Beiträgen der Mitglieder, im Jahr 2009 bei mehr als 7 000 Euro, es verblieb im neuen Jahr ein Rest von rund 1 000 Euro.
Ein wichtiger Ausflug führte die junge Zunft zur Walpurgisnacht nach Aidlingen - hier ging es, so Schriftführerin Sabrina Rieß, vor allem auch darum, sich selbst kennenzulernen, mit dem Ergebnis, dass man nach Hause reiste in der Gewissheit, dass "dieses Team für die Faschingszeit geboren ist". Ein Vereinsmitglied mit Wiese machte bald darauf ein Sommerfest möglich. Und natürlich: Bei den ersten Tönen der Guggenmusik schlugen die Herzen der neugeborenen Narren prompt höher, denn, man weiß es, was allzu feinsinnigen Geistern wie ein Dolch ins Ohr fährt, ist für die robusten Narren das reinste Am brosia.
Bei der ersten, geradezu parodistisch ernsthaften Versammlung der Nufringer Narren gab es darüber hinaus nicht viel zu besprechen, der Verein ist schließlich jung. Aber im Anschluss an den formalen Teil berieten sich die Hexen und sahen möglicherweise in die Zukunft. Die nächste Walpurgisnacht ist nicht mehr weit.

An der Spitze der neuen Nufringer Narrenzunft (von links): Der stellvertretende Vorsitzende Mathias Krauß, Schriftführerin Sabrina Rieß und der Vorsitzende Daniel Scivoli GB-Foto: gb
Auch in Nufringen hat sich nun eine Narrenzunft konstituiert: die "1. Narrenzunft Nufringen" mit den "Schönbuch-Hexa".
Der 30-jährige Krieg und die Pest machten auch dem Ort Nufringen schwer zu schaffen. Vermutet wird, dass vieles der Hexerei zugeschrieben wurde und somit zahlreiche als Hexen verurteilte Frauen aus dem "Flegga" verbannt wurden. Sie sollten sich in den dunklen Schönbuch zurückziehen und sich vor der Bevölkerung nicht mehr blicken lassen. Durch diese Geschichte entstand die erste Figur der Narrenzunft Nufringen e. V. Die Idee stammt von Daniel Scivoli, der sich mit den weiteren sechs Gründungsmitgliedern Mathias Krauß, Marie Stroh, Sabrina Rieß, Andy Ginter, Florian Seibt und Rebecca Höger im Restaurant Lamm in Nufringen zusammenfand und die Narrenzunft Nufringen mit ihrer Hästrägergruppe, den "Schönbuch-Hexa", gründete.
Die neue Zunft will das Fasnetsbrauchtum und das närrische Treiben selbst leben und miterleben. Im Vordergrund stehen hierbei der Spaß und der Zusammenhalt der Gruppe. Der Großteil der "Schönbuch-Hexa" hat bereits Fasnetserfahrung. Die aktuelle Mitgliederzahl beläuft sich auf elf aktive und fünf passive Mitglieder. Die Gruppe wird von Daniel Scivoli als Vorsitzendem und von Mathias Krauß als zweitem Vorsitzenden geleitet.
Das Herzstück der "Schönbuch-Hexa" ist eine aus Lindenholz geschnitzte Maske, die in einem Nachbarort von Freiburg geschnitzt und bemalt wird. Das Hexenhäs trägt die Farben des Nufringer Gemeindewappens und wurde von einer Schneiderin angefertigt.
Für die nächsten Jahre denkt die neue Nufringer Narrenzunft noch nicht an einen Umzug in der Gemeinde, da laut Daniel Scivoli dafür jede Menge Erfahrung, Geld, Personal und vor allem die Abstimmung mit der Gemeinde erforderlich sei, um einen eigenen Umzug auf die Beine zu stellen. Vorerst möchten sich die Hexen ihren Verein Stück für Stück aufbauen und die Vereinsstruktur festigen, und haben auch schon einige Ideen dazu. Die Planungen für die nächste Fasnetssaison sind schon voll im Gange. Die "Schönbuch-Hexa" haben bereits von einigen Zünften Einladungen für Umzüge und Abendveranstaltungen erhalten. -gb-
Kreiszeitung 07.08.2009![]() |


